Heimatfreunde

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Heimatfreunde Preußisch Ströhen
Heimatfreunde Pr. Ströhen
Daten
Gründung 1975
Adresse/
Kontakt
Dalgeweg 13
32369 Rahden-Pr. Ströhen
Tel.: (05776) 960116
Ansprechpartner Bernhard Wietelmann(1. Vorsitzender)
Internet
Homepage http://www.preussisch-stroehen.de.de


Geschichte

Die „Heimatfreunde Pr. Ströhen e. V.“ sind im Vergleich zu anderen ein recht junger Verein. Die Gründungsversammlung tagte am 05.11.1975. Die Eintragung in das Vereinsregister des Amtsgerichts Rahden erfolgte am 09.04.1976.

Zum ersten Vorsitzenden wurde auf der Versammlung am 05. November 1975 Günter Basselmann gewählt, der dieses Amt bis zum 28.11.1979 ausübte. Danach leitete Heinz Meyer, Am Speukebusch 5, bis zum 27.11.1991 den Verein. Ihm folgte Helmut Kammeier, nach ihm wurde Bernhard Wietelmann am 27.11.2001 zum ersten Vorsitzenden gewählt.

Mit Schwung und Begeisterung gingen die Mitglieder des jungen Vereins ans Werk, denn es war beschlossen worden, 1977 am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ teilzunehmen.

Mühe und Arbeit führten zum Erfolg, es gab einen 2. Platz im Wettbewerb auf Kreisebene und damit die Silbermedaille. Doch niemand wollte sich nun auf diesen Lorbeeren ausruhen, denn die Silbermedaille berechtigte zur Teilnahme am Landeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“.

Wieder wurden alle Kräfte gebündelt und so gelang ein großer Erfolg: die Goldmedaille im Landeswettbewerb. Damit stand die Tür zum Bundeswettbewerb offen - wer hatte das zu hoffen gewagt? Aber konnten sich die Pr. Ströher jetzt überhaupt noch steigern? Sie konnten und was wohl nur wenige zu träumen gewagt hatten, geschah: Preußisch Ströhen errang 1979 im Bundeswettbewerb die Goldmedaille.

Die Ehrung für diesen Erfolg und für alle, die daran mitgearbeitet hatten, wurde am 31.01.1980 auf der „Grünen Woche“ in Berlin vorgenommen. Für einen Augenblick trat damit unser Dorf vor die Augen einer großen Öffentlichkeit. Dieser Augenblick wird vielen Pr. Ströhern, die in Berlin mit dabei waren, unvergesslich bleiben.

Begeisterung und berechtigten Stolz empfanden aber auch die Pr. Ströher Bürger, die zu Hause geblieben waren. Anerkennung, aber manchmal auch ein Hauch Neid regte sich in den anderen Ortschaften der Stadt Rahden, wie ein Witz zeigte, der bald danach erzählt wurde:

„Warum gehen die Pr. Ströher jetzt nicht mehr bei Regen nach draußen?“ - „Weil es ihnen dann in die Nasenlöcher regnet!“

Vor diesem großen Erfolg beim Bundeswettbewerb verblassen gelegentlich die anderen Aktivitäten und Leistungen, die der Heimatverein auch bald zu Anfang in die Wege geleitet hat und die heute noch fortbestehen.

So wurde am 01.3.1978 unter der Leitung von Ilse Meyer, Nr. 487, musikalisch begleitet von Margret Kammeier, Elfriede Strathmann und Günter Bohnenkamp, die Volkstanzgruppe gegründet, die auf der ersten Rahdener Woche ihr Debüt feierte. Am 18.9.1988 hatte diese Gruppierung ihren letzten offiziellen Auftritt und löste sich dann aus Altersgründen auf.

Doch bald danach bildete sich eine Nachfolgegruppe jüngerer Tänzerinnen und Tänzer, wieder musikalisch betreut von Margret Kammeier und Elfriede Strathmann. Diese Gruppe übt regelmäßig und zeigt immer wieder ihr Können bei verschiedenen öffentlichen Anlässen. Wer sich für Volkstanz interessiert, kann sich an Ingrid oder Wilhelm Schlechte, In den Dämmen 1, wenden.

Aber nicht allein für alte Traditionen machte sich der Heimatverein stark. Für die Kinder unseres Dorfes entstanden in ungezählten Stunden Eigenleistung das Bus - Wartehäuschen bei FiefstückBruns und der Waldspielplatz im Speukebusch an der Großen Aue. Dieser idyllisch gelegene Platz zieht nicht nur spielende Kinder an, sondern wird auch immer wieder gern von Rad fahrenden Gruppen als Zwischen- oder Endstation genutzt.

Doch nicht nur der Spielplatz bietet Gelegenheit zum Ausruhen und Schauen. Viele Holzbänke, zum Teil sogar mit Tischen, laden im Ort, an Waldrändern oder an den Flüßchen zum Hinsetzen und Rasten ein.

Der Heimatverein war es auch, der die Idee hatte, zur Advents- und Weihnachtzeit am Rande des Schulhofs der Grundschule eine große Fichte aufzustellen und festlich zu beleuchten, Bald folgten mehrere Anlieger, und wer nun abends zur Weihnachtszeit aus Richtung Rahden kommend über die ehemalige B 239 ins Dorf fährt, erlebt ein stimmungsvolles Lichtermeer.

Natur- und Landschaftsschutz hatten die Heimatfreunde bereits in ihrer Satzung verankert, bevor diese Begriffe zu Schlagwörtern und wichtigen Bestandteilen moderner Politik wurden.

Von Beginn an engagierte sich der Heimatverein im Vogelschutz. Es wurde eine Vielzahl von Nistkästen für unsere Höhlenbrüter angefertigt und an geeigneten Plätzen aufgehängt. Die Kontrollen und Reinigungsarbeiten werden Jahr für Jahr regelmäßig unter der Leitung von Wilhelm Helmerking von jungen Vereinsmitgliedern durchgeführt. Für jeden Kasten wird notiert, ob er beflogen war - wenn möglich, wird auch die Vogelart aufgelistet. Defekte Kästen werden bei diesen Kontrollen repariert, total beschädigte ersetzt. Jahr für Jahr freuen sich die Helfer der „Nistkasten - Gruppe“, wenn sie zum Schluss Bilanz ziehen, denn die Kästen werden ausgezeichnet von unseren gefiederten Freunden angenommen.

Es waren auch Mitglieder des Heimatvereins, die tätig wurden, als die Anlage des Reitervereins erweitert wurde. Die Fürsorge galt aber nicht den Pferden, sondern der geschützten Kleinen Roten Waldameise. Im Bereich des jetzigen Turnierplatzes für Springprüfungen befanden sich viele Ameisennester, die in Papiersäcke gefüllt und umgesiedelt wurden. Einige dieser umgesetzten Ameisenvölker sind verschwunden, aber andere haben sich gut entwickelt. So mancher Ameisenhaufen, den wir in Pr. Ströhen auf Spaziergängen entdecken können, stammt aus dieser Umsiedlungsaktion.

Dem Landschaftsschutz und dem Ortsbild dient die „Aktion Saubere Landschaft“, die jedes Jahr Anfang März von den Vereinen durchgeführt wird. Leider kommt dabei immer Mal eine Menge Müll und Unrat zusammen, die zur Reithalle gebracht und von dort abgefahren wird. Auch an dieser Aktion beteiligen sich immer die „Heimatfreunde“.

Unsere Satzung nennt als letztes „... Wanderungen durchzuführen“. Seit Jahren sind die Frühwanderung mit anschließendem plattdeutschen Gottesdienst , die Fahrradtouren für Jung und Alt und ein Mehrtages - Ausflug fester Bestandteil des Preußisch Ströher Terminkalenders, der in alle Haushalte kommt. Hierzu nun Einzelheiten aufzulisten führt sicher zu weit. Lieber rufen die Heimatfreunde an dieser Stelle allen, die neugierig geworden sind, zu: „Kommt, macht mit und seht dann selber!“

Zum Abschluss muss auch noch der Stand des Heimatvereins erwähnt werden, der Jahr für Jahr auf dem Pr. Ströher Markt aufgebaut wird. Hier trifft man sich zum Gespräch, kann sich an den Stellwänden und bei den anwesenden Mitgliedern zu den verschiedenen Themen informieren und - falls man es nicht schon ist - Mitglied werden. Viele Pr. Ströher haben sich den Heimatfreunden angeschlossen und unser Verein hat zurzeit 340 Mitglieder. Besonders stolz sind die Heimatfreunde auf eine Anzahl junger Mitglieder, die in den letzten Jahren eingetreten sind und sich neben anderen Aktivitäten besonders durch ihren großen Einsatz beim Bau des Nordpunkthauses und der weiteren Gestaltung des Nordpunktes eingebracht haben. Das macht froh, denn es zeigt, dass Gemeinsinn, Heimat und die Liebe zur ihr nicht als altmodische, verstaubte und überflüssige Werte gesehen werden, und wir wünschen uns sehr, dass weiter viele Mitbürger uns bei der Bewahrung dieser Werte zur Seite stehen und Mithilfe leisten.

Zu den jungen Heimatfrunden muß noch gesagt werden,daß sie mit viel Einsatzfreude am Nordpunkt einen Maibaum errichtet haben, der im Wettbewerb der Herforder Brauerei Felsenkeller auf Anhieb den 2. Platz von ca 500 Mitbewerbern aus ganz Nordwestdeutschland erreicht hat .Ein toller Erfolg und eine neue Motivation für die Saison 2005

Aktivitäten

Mitglieder

Die Pr. Ströher Heimatfreunde sind der derzeit drittgrößte Verein in Pr. Ströhen (2011)

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