Vel Glücke im neien Johr

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Vel Glücke im neien Johr!

Ein lustige Geschichte vom Streuer Schwarten in Streuer Platt

Dat was noch in dei schönen Tiet vor den 1. Weltkrieg, daumols, os dei Schluck noch 5 Penning un dei dubbelte ein Groschen ko-stere. Do woll Willem ut Rohrn sien Fründ Kröschon tau Neijohr in Streuen beseuken. Gedacht, gedohn, un tau Silvester mokere sick Willem op den Wegg.

Weil dat Weer so schön was, güng Willem taufaute. Straks non Lütkendörpe tau. Bien Les-sen Heller möß hei just Gaun-dagg seggen, ok bei Lomma an Rohe Wäge könn hei doch nich so vorbie gohn. Un os hei denn bie sien Fründ Kröschon vor dei Husdürn stund, ha dei Sünne oll längst gaue Nacht seggt.

?Hei, du kummst tau dei richtigen Tiet", roppt Kröschon, os Willem owe dei grauten Dürn kek, ?wie wit güst eeten un denn glicks non Nower taun Silvester fiern". Jau, dat was wat vor Willem, dei lange kein Streuer Schwatten mehr drunken harre. Erste ower güng et an Disk. Schwieneschinken un Mettwost was genauk dor, un dat Wort Broul wöl ganz graul schrierm.

So umme Klocke achle güng el den laus. Holsken an un Piepen in Mule, wörn ju blous 300 m bill non Nower. Dor harre sick olls infunn, wal lau dei Ecke lau höre. Willem kenn un masse, un möß vele Hanne drücken. Op'n Orm dampere oll dei Kedel, dei Kaffemöhln güng, un Willem schnuppere oll mil dei Niersen. Junge, mende hei vörsick, wenn dal man olle gaulgeihl. Nodem Willem noch un por

Neiigkeilen ul Rohen volelll harre, ging dat Dösken laus. Un richtigen Doppelkopp höre doch tauel Neijohrfiern dolau. In dei Tüskenliel gavl un Wachhollern, un op jeden Solo un Schwall'n. Dunnerlitlchen, dat was un Spos, bie jeden Solo würt Willem Hehler tau Maute. Denn was et Twölwe, ?Praust Neijohr", segg Nower Franz und dei annern stimm ön lau. Slünne löler legen dei Korlen längsl inne Ecke. Nower Heinrich harre sien Duddel milbrochl, un siene Frue, dei Liene, harre Zeilungs-popier opp'n Kamm leggl un speelde mit. Häcksel wöt streiet un baule rulsken dei Holsken wie upp'n Pakett. Junge, was dat un Spos, Willem freide sick richtig, dat hei no Streuen gon was.

Owe denn hüng op einmal dei Lüchten so schräg anne Wand. Dunnerlillchen, denkt Willem, dei Disk dreiht sick jo os un Kreisel. Willem, segg hei lau sick sülbes, holl die risk un - bumms -dor lag hei oll plalt. Os hei sick uprappelte, slünd Kröschon legen ön. ?Kumm Willem", segg hei, ?lol us no Hus gon". Tau Iweil laugen dei beiden laus, wörn ju blos 300 Meier. Owe güst anne Siele von denn Wegg was son deipen Grom, un weil el auk un bitken schneiet harre, was düsse ol'n Falgen lauweiht - klabautz seien Willem un Kröschon bit an Halse dorinne.

Dat was un Gewäule, bit dei beiden dor wer rute wörn. Doch denn hann sei endlich dat Hus un

dei Husdürn funn. Vo Willem stund inne Dönzelkommern anne Deeln noch en Bedde prot. Doch os hei dei Dürn achter sick taumakere, jo - Dunnerlillchen -do löp doch datt Bedde rund ümme en lau. ?Teufes", roppl Willem ?die hebbe ick glicks" -ien Salz - und pardauz ballere hei gägen dei Dürn, dal dei upflög und hei in haugen Bogen up dei Deeln landere. Wer rinn inne Kommern - junge was Willem in Fort. Un taun tweilen gluckere el öm, hei kreg dei Windsiel un -schwapps - harre hei dei Feern-deken tau foten.

Os Kröschon den annern Morn inne Kommern kick, leg Willem oppe Ern un hett siene Deken feste in'n Arm. ?Hei -Willem - fröhlich Neijohr" roppt Kröschon un schüddelt sien Fründ anne Ohrn. Doch ersl mot un Emmer Woler her, denn Kopp herin, dat Willem lau Vo-slanne kumml.

?No Hus for ick mil'n Zug", segg Willem an Diske, ?laufaule is mi dei Wegg jetzt tau wiel". Tauhaupe mokel sick dei Frünne op'n Wegg. Sei sinl beliels los-gaun un noch vor dei Tiel bien Neien Kreuge. ?Kumm" segg Kröschon, ?ick gewe noch ein ul, lol us un lülke Stärkung nehm", un sei güngen dei 100 Meter bitt nore Wirtschaft. ?Sophie, twei Wachollern - un noch eis twei", segg Kröschon un beloll ganz schwanke. ?Lol dien Geldbürl sitten", mennt hei tau Willem, ?vondage bis du mien Gast."

?Tut - lut" segg do dei Zug. Dunnerlitlchen, könn dei beiden Beine moken. Kort'n lösen, könn Willem nich mehr, ?och dei Schaffner giff die eine", mennt Kröschon un grinst im Laupen bit ower beide Ohrn. ?Schnell -schnell Herrschaften" roppt dei Kerl oll mil dei Bohnmüssen. Dei Zug rulll oll langsom an, os sick Willem mil lesle Kraft op dal Trittbrell schwingt ?Dei Körten", mennl dei Schaffner. ?Ich heff keine", bekennl Willem. ?Kosl Obschlag" segg dei Bohnkerl un nimml sien Block ule Tasken. Willem kriggl sien Geldbürl rul, doch slalt siene Iwölf Groschen, dei hei dor noch inne harre, lüt hei un witten Zeddel rut. Von wieten sütt hei Kröschon noch op'n Bohnsteig stöhn, hei winket noch immer. ?Dei Dunnerschlag" segg Willem, , jelzl geit mie un Lecht up." Un denn lest hei den Zeddel: Dor ower steil:


?Dei Streuer Schwatt'n, datt nimm die tau Hatten, datt iss un Gedränk, wie ett blaus wie Streu-ersken kennt. Dat Rezept iss woll einfach, schnell un flott tau daun, blos un bitken Zucker, vel Schluck un Kaffeebaun, heit Water kummt no Geschmack dortau. Du biss ümmen Schwatten no Streuen feuet, hessen probeiet, häst nich gereuet. Willem dau lachen, dat was ein Neijohr, grüß mie denn Schaffner un flüstere öhm int Ohr: Dei Streuer Schwatten...".

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